Der Winter bringt gerade im Januar und Februar noch viel Grau mit sich. Die Natur ruht sich noch aus, aber in vielen Menschen regt sich schon jetzt die Sehnsucht nach einem Neustart, den nur das Frühjahr bringen kann. Eigentlich. Denn zum Glück können Zimmerpflanzen jetzt helfen.
Wer sie hat, weiß es, wer frisch damit startet, wird es schnell bemerken: Zimmerpflanzen verändern das Wohngefühl nachhaltig – und zwar immer zum Positiven. Sie sind nicht nur neue Mitbewohner, um „die man sich auch noch kümmern muss“, sondern eine Möglichkeit, Räume schöner zu machen, die Luft zu verbessern, das Auge zu beruhigen und damit auch selbst zu entspannen. Gerade in der grauen Winterzeit kann das Grün in der Wohnung damit erstaunlich viel bewirken. Dass Pflanzen in Innenräumen Stress reduzieren, ist seit Jahren bekannt und in Studien bewiesen. Damit steigern sie das subjektive Wohlbefinden, denn schon ihr Anblick wirkt wie eine kleine Entspannung in der Hektik des Alltags. Man sagt ihnen sogar nach, die Konzentration zu fördern. 1000 gute Gründe, sich einmal mit der Auswahl der richtigen Pflanze zu beschäftigen.

Für Einsteiger in die Welt der Zimmerpflanzen empfehlen sich zunächst einmal eher pflegeleichte Klassiker, bei denen man nicht viel falsch machen kann. Allen voran ist hier der Bogenhanf (Sansevieria) zu nennen, der fast als unkaputtbar gilt. Seine langen schmalen Blätter bleiben auch noch aufrecht, wenn man mal das Gießen vergisst. Sucht man nach einer Pflanze, die nicht ganz so viel Licht benötigt, ist die Efeutute eine gute Wahl, sie sollte aber regelmäßig gegossen werden. Als Hängepflanze kann sie auch gut im Regal platziert werden. Recht robust ist auch die Glücksfeder oder Zamioculcas. Sie verträgt trockene Raumluft recht gut, freut sich über einen Standort ohne direkte Sonneneinstrahlung und hin und wieder ein wenig Wasser.

Natürlich kann man sich mit Zimmerpflanzen auch ein Gefühl von „Urban Jungle“ nach Hause holen. Dafür ist eine Kombination von Monstera, großen Ficus-Arten, Philodendron oder Farnen ideal. Sie haben die wunderbare Eigenschaft, selbst eigentlich karge Räume mit neuer Lebendigkeit zu füllen. Ein Trend, der sich hier durchgesetzt hat, sind Blätter mit Struktur als echte Hingucker. Gefragt sind dabei besondere Zeichnungen, Panaschierungen oder samtartige Oberflächen – zu finden bei bestimmten Samt-Philodendren. Auch manche Calathea-Arten bieten diese Besonderheiten, die den Dschungel daheim mit einem Hauch von Exklusivität bereichern.
Nicht nur die Pflanzen selbst bestimmen dabei das Wohngefühl. Immer mehr zeigt sich auch der Anspruch, damit einfache, leicht umsetzbare Konzepte zu verwirklichen. Beispiele sind kleine „Indoor-Gärten“ dekorativ auf einem Rollwagen platziert, Arrangements mehrerer Pflanzen in Gruppen oder – für ein Stück mehr Natürlichkeit – hölzerne Pflanzklötze mit integrierten Töpfen. Und so können auch im eigenen Zuhause bewusst gestaltete grüne Bereiche entstehen – vom Fensterbrett als grüner Bühne über ein Regal voller Pflanzen bis zur gemütlichen Ecke mit Topfpalme und Sessel daneben als Rückzugsort. Der Fantasie sind hier keine Grenzen gesetzt.

Stress reduzieren können Pflanzen natürlich auch, weil sie selbst besonders anspruchslos sind. Wer darauf besonderen Wert legt, sollte nach Pflanzen mit festen, wachsigen oder dickfleischigen Blättern Ausschau halten. Denn darin speichern sie meist Wasser und verzeihen Vergesslichkeit beim Gießen eher. Wohnungen, die wenig Licht bieten, sind ein guter Lebensraum für Pflanzen, deren Ursprung in Halbschatten-Lebensräumen liegt. Menschen, die erst einmal einen Minimaleinstieg in die Pflanzenwelt wagen wollen, sollten mit einer einzelnen Pflanze an einem gut sichtbaren Ort starten. Wenn sie Freude daran haben und merken, dass die Pflege gar nicht so aufwendig ist, können sie nach und nach weitere Pflanzen ergänzen.
Das lohnt sich auf jeden Fall. Denn Zimmerpflanzen tun uns gut: Sie sorgen für ein besseres Raumklima, wirken wie ein Staubfilter und erhöhen die Luftfeuchtigkeit, was gerade in der Winterzeit mit viel zu trockener Heizungsluft besonders wichtig ist. Viele Menschen empfinden Pflanzen zudem als visuelle Entspannungspartner vom ständigen Blick auf Bildschirme, Smartphones und To-do-Listen. Wie entschleunigend das wirkt, erkennt man schnell, wenn man sich an einer knospenden Blüte oder an einem neuen Blatt erfreut.

Mit Pflanzen können auch neue Rituale entstehen. Morgens auf dem Weg in die Küche wirft man kurz einen Blick auf die Pflanzen, prüft, ob die Erde noch feucht ist, wischt kurz den Staub von einem Blatt oder dreht den Topf ein Stück weiter, damit nun ein anderer Teil der Pflanze mehr Licht bekommt. Es ist auch diese Beschäftigung mit etwas Lebendigem, die Pflanzen in der Wohnung zu etwas ganz Besonderem machen.
Den Einstieg in die Welt der Zimmerpflanzen erleichtern auf jeden Fall die Profis im kleinen Blumengeschäft um die Ecke oder im größeren Gartencenter. Laufend neue Informationen zu diesem Thema bietet auch die Initiative „Blumen – 1000 gute Gründe“ auf ihrer Webseite www.1000gutegruende.de. Hier gibt es nicht nur jede Menge Wissenswertes rund um die ganze Vielfalt der Zimmerpflanzen, sondern gleich auch viele kreative Deko-Ideen dazu. Auf dem Laufenden in Sachen Zimmerpflanzen bleibt man mit den Instagram- und Facebook-Accounts der Initiative, die immer auch Spannendes von angesagten Blogs aus der grünen Community präsentieren.
10 Pflanzen für weniger Stress
1. Efeutute (Epipremnum)
Robuste Hänge- und Rankpflanze, kommt mit wenig Licht zurecht, verzeiht Gießpausen – ideal für Regale und hohe Flächen.
2. Bogenhanf (Sansevieria)
Nahezu unverwüstlich. Braucht wenig Wasser, wenig Licht und sieht dabei immer strukturiert und aufgeräumt aus.
3. Glücksfeder (Zamioculcas)
Glänzende, feste Blätter, sehr genügsam. Perfekt für Menschen mit vollem Kalender – und fürs Büro.
4. Fensterblatt (Monstera)
Große Blätter, die sofort Dschungelgefühl erzeugen. Mag hell bis halbschattig und gleichmäßige, nicht übertriebene Pflege.
5. Philodendron
Viele Arten, meist kletternd oder buschig. Mag Halbschatten und gleichmäßig feuchte Erde – wirkt beruhigend und wohnlich.
6. Ficus (z. B. Gummibaum, Geigenfeige)
Ideal als Solitärpflanze in einer Zimmerecke. Strukturiert den Raum und funktioniert als „Möbelstück aus Grün“.
7. Farne
Weiches, zartes Grün, das sofort Ruhe ausstrahlt. Perfekt für schattige Ecken – mögen jedoch etwas mehr Aufmerksamkeit beim Gießen.
8. Korbmarante (Calathea)
Dekorative Blattmuster, die wie gemalt wirken. Liebt weiches Wasser, keine direkte Sonne – dafür viel Bewunderung.
9. Samt-Philodendren
Samtige, tiefgrüne Blätter mit edler Ausstrahlung. Ideal für Leseecken und ruhige Wohnzimmerbereiche.
10. Kräuter auf der Fensterbank (z. B. Basilikum, Thymian)
Grün fürs Auge, Duft für die Seele, Aroma für die Küche. Verbinden Alltag und Genuss – und machen jede Mahlzeit ein bisschen bewusster.
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