Sehnsüchtig erwartet und heißt geliebt, erobert die Erdbeere jetzt wieder Supermarkt-Auslagen und Wochenmärkte. Was sie für viele so besonders macht, ist eine Mischung aus Herkunft, Geschmack, Gesundheit und purer Liebe zum Genuss.

Wenn die ersten heimischen Erdbeeren im Handel auftauchen, beginnt hierzulande eine der beliebtesten Genusszeiten des Jahres. Die roten Früchte sind absolute Saisonstars für Frühjahr und Sommer. Regional werden sie in Deutschland vor allem von Mai bis Juli geerntet. Je nach Witterung kann die Saison etwas früher starten und sich auch teils bis in den August ziehen. Übrigens ist landläufig immer von Erdbeeren als Beere die Rede. Ganz strenggenommen ist sie eigentlich nur ein sehr fleischig gewordener Blütenboden. Die Früchte sind die kleinen gelblichen Körnchen auf diesem roten Boden. Die Erdbeere ist also botanisch korrekt eine Sammelnussfrucht.

Angebaut werden Erdbeeren hierzulande in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Baden-Württemberg und Bayern. Auch in Rheinland-Pfalz und Teilen Ostdeutschlands werden die beliebten Früchte kultiviert. Weil Erdbeeren schon sehnsüchtig erwartet werden, gibt es hie und da früher geerntete Sorten aus geschütztem Anbau. Dabei wachsen die Pflanzen zum Beispiel unter Folientunneln oder in anderen geschützten Systemen, die Wärme speichern und die empfindlichen Blüten und Früchte vor Nässe und Kälte bewahren.

Je nach Standort und Klima werden ganz unterschiedliche Sorten angebaut. Zu den bekanntesten zählen Clery, eine frühe, aromatische Sorte, Elsanta, lange ein Klassiker im Erwerbsanbau, sowie Malling Centenary, Sonsation oder Faith, die wegen ihres Geschmacks, ihrer Haltbarkeit und ihres gleichmäßigen Wuchses geschätzt werden. Im Handel tauchen deutsche Erdbeeren oft in leicht unterschiedlichen Formen, Größen und Aromaprofilen auf. Die Menschen können sich also auch in diesem Jahr wieder auf ganz viel Abwechslung freuen.

Da schließt sich gleich die Frage an, wie man Erdbeeren am besten genießt. Die meisten Menschen werden sie sicherlich schnell beantworten: Am besten frisch und so wie sie sind. Geht das nicht, so kann man sie für ein bis zwei Tage im Kühlschrank lagern. Waschen sollte man sie allerdings wirklich erst kurz vor dem Verzehr und natürlich möglichst vorsichtig, um Druckstellen zu vermeiden.

Unwiderstehlich sind Erdbeeren auch klassisch im Kuchen, in der Erdbeertorte, als Konfitüre oder Kompott sowie in Desserts. Aber es geht auch herzhaft, zum Beispiel mit Kohlrabi kombiniert im Salat, mit Spargel und Rucola, zu Ziegenkäse, mit schwarzem Pfeffer, Basilikum oder einem Hauch von Balsamico. Die feine Säure und Frische passt hervorragend zu salzigen und eher herben Begleitern. Und immer mehr Menschen entdecken diese andere Seite der Erdbeere für sich.

Welche kulinarischen Vorlieben man auch immer hat: gesund ist die Erdbeere auf jeden Fall. Sie liefert Vitamin C, aber auch wertvolle Ballaststoffe, und ist so kalorienarm, dass man sich immer noch mal eine Extraportion frische Früchte gönnen darf. Außerdem ist sie ein echter Champion in Sachen Nachhaltigkeit, kommt sie doch hierzulande in der Saison oft gleich aus der Region. Ohne lange Transportwege landet sie direkt vom Feld im Hofladen, auf dem Wochenmarkt oder im Supermarkt. Auch deshalb schmeckt die Erdbeere immer ein bisschen nach Heimat.

Die Liebe der Deutschen zur Erdbeere hat viele Gründe. Dass sie nicht das ganze Jahr über verfügbar ist und man sich deshalb umso mehr darauf freut, dürfte nur einer sein. Hinzu kommen ihr unvergleichlicher Geschmack und ihre positive Wirkung auf unsere Gesundheit. Und nicht zuletzt wird die Erdbeere als kulinarischer Bote der warmen und sonnigeren Jahreszeit geliebt. Welche köstliche Vielfalt in ihr steckt, dazu findet man in der Ideenküche der Initiative „Obst & Gemüse – 1000 gute Gründe“ viele raffinierte Rezepte. Unter www.1000gutegruende.de sowie auf Instagram und Facebook veröffentlichen die Ernährungsprofis der Initiative sowie angesagte Foodblogs die ganze Saison hindurch neue Ideen und praktische Tipps rund um die Erdbeere und viele weitere Obst- und Gemüsesorten.

 

Kohlrabisalat mit Erdbeeren

Zutaten:

  • 2 Kohlrabi
  • 1/2 Bund Lauchzwiebeln
  • 100 g Erdbeeren
  • 3 EL Honig
  • 40 g Walnüsse
  • 6 EL Olivenöl
  • 6 EL Buttermilch
  • 1 TL körniger Senf
  • grobes Meersalz
  • schwarzer Pfeffer

Zubereitung:

Die Kohlrabi-Knollen schälen und in feine Stifte schneiden. Die Erdbeeren waschen, trocknen und vierteln. Die Lauchzwiebeln ebenfalls waschen und in dünne Ringe schneiden. Das Obst und Gemüse in eine tiefe Schüssel geben.

Die Walnüsse in einer Pfanne leicht anrösten (so lange, bis sie angenehm duften). Dann den Honig dazugeben und über dem Salat verteilen.

Für das Dressing Essig, Öl, Buttermilch, Senf, Salz und Pfeffer in einem Schraubglas miteinander verrühren oder durchschütteln. Auf dem Salat verteilen und genießen.

 

 

Erdbeer-Honig-Muffins

Zutaten:

  • 100 g Butter
  • 50 ml flüssiger Honig
  • 2 TL Vanilleextrakt
  • 150 ml Vollmilch
  • 100 g Naturjoghurt
  • 2 Eier (Größe M)
  • 50 g Zucker
  • 250 g Weizenmehl
  • 200 g Dinkelmehl
  • 50 g gehackte Mandeln
  • 2 TL Backpulver
  • 1/2 TL Natron
  • 300 g frische Erdbeeren
  • 4 EL Erdbeermarmelade

Zubereitung:

Den Backofen auf 180°C (Heißluft) vorheizen. Die Butter zusammen mit dem Honig leicht erwärmen. Dann beiseitestellen und leicht abkühlen lassen. Die Eier zusammen mit dem Zucker cremig aufschlagen. Die Erdbeeren waschen, trocknen und in Würfel schneiden.

Dann alle Zutaten bis auf die Erdbeermarmelade vorsichtig unterheben.

Ein Muffinblech mit Papiermuffinformen auskleiden. Dann ca. 2 EL des Teiges pro Form für jeden Muffin in die Mulden geben. Mit einem Teelöffel die Erdbeermarmelade auf den Muffins verteilen. Anschließend für ca. 20–25 Minuten goldbraun backen. Fertig!

 

 

Bildhinweise:

Bild 1–3: © Foodistas/ Obst & Gemüse – 1000 gute Gründe