Im Zentrum unserer Serie auf LinkedIn und in unserem Blattgrün-Blog stehen die Menschen, die den Erfolg von Landgard ausmachen: Erzeuger*innen sowie Mitarbeiter*innen aus allen Bereichen, von erfahrenen Kräften bis zum frischen Nachwuchs.
Christoph Roosen leitet zusammen mit seinen Eltern zwei Geschwistern den Landhof Roosen in Brüggen und ist dort für den Gemüseanbau verantwortlich.

Mit Obstbau, Gemüsebau, Nutztierhaltung und Direktvermarktung vereint Ihr Familienbetrieb ja viele Bereiche unter einem Dach. Was hat für Sie den Ausschlag gegeben, Ihren Schwerpunkt auf den Gemüseanbau zu legen?
Ganz einfach: Ich liebe die Dynamik und die Vielfalt, die für mich nur der Gemüsebau bietet. Im Gegensatz zum jahrelangen Warten im Obstbau oder der starren Routine bei Nutztieren, sehe ich hier im Gemüsebau jede Saison den direkten Erfolg: Ich kann den Pflanzen von klein auf beim Wachsen helfen, sie durch jede Wetterlage begleiten und flexibel auf den Markt reagieren. Statt mich in der Direktvermarktung im Laden zu verlieren, schlägt mein Herz auf dem Feld, in und mit der Natur. Auch wenn uns die Wetterextreme vor anspruchsvolle Herausforderungen stellen, macht genau dieser Weg den Gemüsebau so spannend. Am Ende des Tages sieht man einfach, was man geschafft hat – und es gibt kein besseres Gefühl, als zu wissen, dass dieses ehrliche, hart erarbeitete Gemüse am Ende die Teller der Menschen füllt und diese gesund ernährt.
Sie haben gerade in eine hochmoderne Kühlanlage investiert. Welchen konkreten Mehrwert bringt das für Qualität, Frische und Lieferfähigkeit?
Jeder möchte gerne eine Gemüsequalität wie frisch vom Feld. Durch das blitzschnelle Runter kühlen ist es uns möglich, genau diese Frische zu bewahren, die sonst gerade bei extrem heißen Sommertemperaturen schnell verloren geht. Deshalb haben wir in eine neue Vakuumkühlung investiert, die wir hauptsächlich für unseren Eissalat nutzen. Das Geniale daran: Durch den gezielten Unterdruck zieht die Anlage die Sommerhitze in Rekordzeit direkt aus dem Kern der Salatköpfe. So stoppen wir den Alterungsprozess sofort nach der Ernte, sichern auch an Hitzetagen unsere volle Lieferfähigkeit und bringen die knackige, feldfrische Qualität ohne jeden Verlust zu unseren Kunden.
Was macht Ihnen persönlich am meisten Spaß daran, als nächste Generation den Familienbetrieb mit zu führen?
Mir macht es einfach riesigen Spaß, im Familienbetrieb frische Ideen einzubringen und Neues auszuprobieren. Natürlich zündet dabei nicht jeder Versuch sofort. Aber genau das macht den Reiz aus, weil wir das Rad nicht neu erfinden müssen, sondern die riesige Erfahrung der älteren Generation als starkes Fundament nutzen können. So lassen wir das alte ‚Das haben wir schon immer so gemacht‘ hinter uns und freuen uns gemeinsam, wenn die neuen Ansätze Früchte tragen.
Verwandte Beiträge
11.02.2020
Relaunch des Landgard Informationssystems für Erzeuger
Das neue Informationssystem für Landgard Mitgliedsbetriebe steht nach einer…


